Abnehmhilfen und Gesundheit
Samstag, den 16. Februar 2008Gesundheit.de widmet einen Artikel den Abnehmhilfen, von mir liebevoll Wundermittel genannt. Dabei unterscheiden sie diese in 3 Gruppen: Appetitzügler, Fettblocker und Quellstoffe.
Bei den Appetitzüglern werden Sibutramin und Rimonabant genannt. Beides sind Mittel, deren Nebenwirkungen nicht vernachlässigt werden sollten. Ein dritter Wirkstoff, das Orlistat, wurde nicht erwähnt. Diese Medikamente sind verschreibungspflichtig und eher für stark Übergewichtige gedacht. Die Adipositas-Gesellschaften erkennen diese Mittel als wirksam an, dennoch werden die nicht unerheblichen Kosten von den Krankenkassen nicht übernommen.
Auch die Fettblocker werden beschönigt und als Unterstützung einer kalorienreduzierten Diät empfohlen. Dem möchte ich widersprechen. Bei einer kalorienreduzierten Diät wird üblicherweise auch die Fettmenge reduziert. Eine weitere Blockierung der Verwertung von Fett ist dann überflüssig. Ausserdem wird dem Anwender suggeriert, dass er Fett ohne Reue zu sich nehmen kann. Das gibt ganz schnell den gegenteiligen als den erhofften Effekt und die verlorenen Pfunde sammeln sich nach Absetzen des Fettblockers wieder an.
Eine Gesundheitswissenschaftlerin beschreibt die Wirkung der Fettblocker mit den Worten: “Was nicht aufgenommen wird, macht nicht dick.” Richtig, aber die bessere Variante ist, dem Körper von vornherein weniger Fett zuzuführen, als ein zusätzliches Präparat zu schlucken, dass den Stoffwechsel behindert.
Als Quellstoffe werden Alginate, Kollagen und Cellulose genannt. Richtig ist, dass diese Quellstoffe den Magen ausfüllen und die folgende Mahlzeit kleiner wird. Verschwiegen wird, dass Quellstoffe so zwar den Hunger lindern können, nicht aber den Appetit. Und ein zwei Stück Schokolade oder mehr passen auch in einen vollen Magen.
Mich wundert es, dass eine Seite mit dem Namen Gesundheit solche Mittel empfiehlt. Zu oft werden diese Mittel mit völlig überzogenen Werbeversprechen (”5 kg in zwei Wochen abnehmen”) verkauft. Am Ende nimmt häufig nur der Geldbeutel ab, die Pfunde bleiben oder kehren vermehrt wieder.






