Gefährliche Schlankmacher oder der Tod aus dem Internet
In Münster ist ein 25-jähriger Bodybuilder an den Folgen zu hohen Konsums von Dinitrophenol gestorben.
Manchmal werden in den Muskelschmieden Stoffe eingesetzt, die dem Muskelaufbau und gleichzeitig dem Fettabbau dienen. Oft werden solche Mittel dann auch in Schlankheitsmitteln eingesetzt.
Auch wenn die Nebenwirkungen bei Dinitrophenolen von hohem Fieber bis hin zu Herzproblemen reichen und diese Stoffe verboten sind, das Internet macht den Erwerb dennoch möglich. Und manch verzweifelter Übergewichtige greift zu diesem vermeintlich letzten Strohhalm, egal wie hoch das Risiko ist. Der Traum von der Wunschfigur ist zu verlockend.
Leider ist dieser aktuelle Bericht kein Einzelfall. Im Sommer 2007 starb in Niedersachsen ein 19-jähriges Mädchen, die Dinitrophenol als Schlankmacher von einer Freundin bekommen und eingenommen hatte. www.welt.de/Bodybuilder_stirbt_an_zuviel_Muskel-Mittel
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Am 12. August 2008 um 22:24 Uhr
2,4-Dinitrophenol wirkt als Entkoppler der Atmungskette und hindert den Körper so an der Bereitstellung von ATP, dem wichtigsten Energielieferanten für zelluläre Prozesse.
Zellen, die nicht über ausreichend Energie verfügen, um ihren Grundstoffwechsel (Na/K-Pumpe u.ä.) aufrechtzuerhalten, gehen zugrunde. Da dies vor allem stoffwechselaktive Zellen betrifft, sind hiervor auch vor allem Stammzellen betroffen (z.B. das stratum basale der Haut und die Satellitenzellen im Muskel). Ebenso stark betroffen sind Nerven-, Drüsen-, Leber-, Muskel- und viele andere Zellen (die alle einen sehr hohen Grundumsatz haben).
Selbst wenn es also durch die Einnahme von DNP nicht zum Tod kommt, wird der Körper auf vielfältigste Weise geschädigt.
Von diesem Präparat ist dringendst abzuraten!