Aronia, die Wunderbeere
Als meine Kinder vom letzten Ferienbesuch bei meinen Eltern nach Hause kamen, bestürmten sie mich mit den Worten: “Mama, du musst unbedingt Aroniasaft kaufen. Wir trinken den jeden Morgen. Der ist zwar ganz schön sauer, aber sehr gesund.” Da stand ich nun und hatte keine Ahnung, was Aroniasaft ist.
Aronia melanocarpa stammt ursprünglich aus Nordamerika. In der ehemaligen Sowjetunion wurde diese Heilpflanze schon vor 50 Jahren studiert und eingesetzt. Aroniabeeren enthalten Vitamin C und E, sowie einige B-Vitamine. Des weiteren Mineralstoffe und Spurenelemente wie Kalium, Kalzium und Eisen.
Das besondere aber sind die Polyphenole, hier die Anthocyane. Diese haben positive Wirkungen auf unsere Bluteigenschaften, stärken die Immun- funktionen und bekämpfen Entzündungen.
Erfolgreiche Anwendungserfahrungen mit der Aroniabeere gibts es z.B. bei Magen- und Darmentzündungen, Leber- und Galleerkrankungen, Hauterkrankungen und Allergien, Hypertonie und Schilddrüsenerkrankungen.
Nun wollte es der Zufall, dass ich gar nicht lange danach suchen musste, wo ich Aroniasaft bekommen kann. In meinen Bloglines fiel mir die Pressenotiz der Traditions-Kelterei Walther ins Auge (pressemitteilung/node/122347). Ich schaute mich auf dem Saftblog der Kelterei um und staunte nicht schlecht. In meiner Heimatstadt Coswig, wo ich meine schöne Kindheit verbracht habe, wurde im Oktober 2007 eine knapp 5 Hektar große Aroniaplantage angelegt (www.walthers.de/blogs).
Wer den Aroniasaft nun ausprobieren möchte, auf ihrer Homepage bietet die Kelterei Walther deutschlandweiten Versand an. Für viele andere Erzeugnisse, u.a. Ebereschensaft und Quittennektar, auch.
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Tags: anthocyane, apfelbeere, aronia melanocarpa, aroniabeere, coswig, eisen, kalium, kalzium, kelterei, polyphenole, walther








Am 20. März 2008 um 12:28 Uhr
Danke für den Blogeintrag über die Aroniabeere. Coswig ist sozusagen das Zentrum der deutschen Aronia. Neben der neuangelegten Plantage mit rund 5 Hektar Fläche gibt es weitere 33 Hektar voll mit Pflanzen der “sächsischen Gesundheitsbeere”. Direkt am Elberadweg befinden sich diese größte und zugleich eine der letzten Aroniaplantagen in Deutschland. Ab Mitte April/Anfang Mai bis in den September hinein wird dort wieder unser Aroniainformationswagen stehen, der ausführlich über die fast gänzlich unbekannte Aroniabeere und deren ernährungsphysiologische Bedeutung informiert. Und selbstverständlich wird es Aroniasaft zur Verkostung geben. Vielleicht schauen Sie mal vorbei, wenn es Sie mal wieder in ihre alte Heimat verschlägt. Demnächst werden wir wohl Mitte bis Ende April direkt an der Plantage das Blütenfest mit einem bunten Rahmenprogramm feiern.
Am 10. April 2008 um 20:36 Uhr
Die “sächsische Gesundheitsbeere”, wie die Aronia auch genannt wird, blüht zwar noch nicht, dafür aber die Pflaume. Ein paar Impressionen aus Deiner Heimat findest Du unter http://www.aroniabeere.de/blog/allgemein/pflaumenbluete-im-elbtal.html
Vielleicht schaust du ja mal zum Aronia-Blütenfest am 27. April oder 4. Mai in Coswig vorbei. An welchen der beiden Sonntage das Beisammensein am Elberadweg stattfinden wird, hängt vom Wetter ab, weil das die Blütenentwicklung bestimmt.
Am 11. April 2008 um 04:42 Uhr
Danke Jörg *seufz* … Meine Heimat ist einfach wunderschön.
Am 13. September 2008 um 06:58 Uhr
[…] schrieb ich auch schon im März den Beitrag “Aronia - Die Wunderbeere“. Die Aroniabeeren (eigentlich Apfelbeere) enthalten sehr viel Folsäure, Eise, zahlreiche […]
Am 24. September 2008 um 12:07 Uhr
Der Herbst ist übrigens die richtige Zeit, um Aronia-Pflanzen zu kaufen. Bis spät in den November (der Boden muß frostfrei sein) kann man die Sträucher im Garten pflanzen. Am Elberadweg bei Coswig stehen übrigens Aronia melanocarpa der Sorte Nero. Die kann ich privaten Gartenbesitzern nur empfehlen: kaum Ansprüche an Standort und Bodenbeschaffenheit, winterhart bis minus 35° Celsius, gute Doldenbildung, reichaltige Ernte und weniger Gerbsäure als die Wildsorte.
Wichtig ist auch, daß Aronia-Pflanzen gut verzweigt sind. Viele Zweige machen eine dichte und schöne Krone. Das führt zu vielen Blüten im Frühjahr und guten Ernten im Herbst.