Gesunde Ernährung
Sonntag, den 15. Juni 2008Immer wieder lese ich in Zeitschriften und Wissensportalen, dass gesunde Ernährung das A und O für Wohlbefinden und eben auch die Gesundheit sei. Da werden auf die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) verwiesen, Interviews mit Wissenschaftlern, Ernährungsberatern und Sportexperten geführt. Und so oft wie diese “Regeln” für gesunde Ernährung publiziert werden, so oft habe ich das Gefühl, dass ich mich hundeelend fühlen müsste.
Ich esse weder fünf Mal am Tag Obst oder Gemüse, an manchen Tagen nicht ein einziges Mal, noch esse ich fettarm oder oft Fisch. Das Frühstück nehme ich oft erst mittags ein oder es fällt ganz aus. Ausser an den Bürotagen, dann gibt es das Frühstück in Form von Müsli. Ansonsten liebe ich zum Frühstück (Weissmehl)Brötchen mit Butter, Salami und fetten Käse obendrauf. Nachmittags gönne ich mir manchmal Streuseltaler, Quarktasche oder ein Stück Sahnetorte. Abends kommt bei mir die Hauptmahlzeit auf den Tisch. Und ich trinke dazu regelmässig ein Glas Wein. In meiner Nachttischschublade befindet sich ein Schokoladendepot, da ich mein tägliches Betthupferl brauch.
Warum bin ich dann aber gesund und schlank? Der Arzt sieht mich nur zur Vorsorge oder wenn ein Mal im Jahr (meistens im Herbst) die Erkältung etwas heftiger zuschlägt. Kopf- oder Rückenschmerzen habe ich auch nur so circa ein Mal pro Jahr. Kurz gesagt: ich fühl mich rundum fit und wohl. Genauso geht es meinen drei Kindern. Abgesehen von den üblichen Problemchen im Kindesalter, z.B. das typische Unwohlsein mit Durchfall bei länger anhaltender Hitze oder das “Mitbringsel” aus dem Kindergarten, sehen auch sie Ärzte nur zur Vorsorge. Das Essverhalten der drei ist völlig unterschiedlich, richtet sich allerdings auch nicht an den Empfehlungen für gesunde Ernährung aus.
Wie gesund macht uns also gesunde Ernährung? Bei Epochtimes fand ich kürzlich einen Beitrag über eine Studie dazu. Ein Teil einer Gruppe von 750 Personen ab 30 Jahre wurde angewiesen, sich gesund zu ernähren, der andere Teil nicht. Das ganze dauerte vier Jahre. Am Ende, nach zahlreichen Untersuchungen wie Messung der Blutwerte, wurde festgestellt, dass sich lediglich bei Personen mit einem BMI unter 25 der Blutzuckerwert um etwa ein Prozent verringert hat. Nicht gerade berauschend für etwas, dass so oft als gesund(machend) propagiert wird.
Wenn du dich mit gesunder Ernährung quälst, kann das niemals gesund sein. Nahrungsaufnahme soll kein Erfüllen irgendwelcher Normen sein. Sicher ist es wichtig, sich nicht sinnlos alles Mögliche reinzustopfen. Aber gesunde Ernährung ist individuell zu gestalten. Lerne wieder in dich hinein zu horchen. Dein Körper ist ein Sensibelchen, dass dir genau verrät, was ihm gut tut und was gesund für ihn ist.







