Gefährliche Fälschungen
Freitag, den 27. Juni 2008Zehn Prozent aller Arzneimittel weltweit sind Fälschungen schätzt das Bundeskriminalamt (BKA). Das Zentrallaboratorium Deutscher Apotheker kann solche Fälschungen mittels Analyseverfahren entlarven. Doch der Verbraucher zu Hause hat diese Möglichkeiten nicht.
Nun könnte man meinen, zehn Prozent Fälschungen sind ja nicht so wahnsinnig viel. Diese relativ geringe Zahl ist aber nicht proportional auf alle Produkte anzuwenden. Denn am meisten wird dort gefälscht, wo es am lohnenswertesten ist: bei Schlankheitspillen, Potenzmitteln und ähnlichen Produkten.
Die Fälschungen sind sehr vielfältig. Mal wird nur die Verpackung getauscht und bereits abgelaufene Pillen bekommen eine neue Schachtel oder werden in losen Tütchen versandt. Mal sind Wirkstoffe enthalten, die nicht deklariert sind. Mal sind weniger Wirkstoffe drin oder gar keine.
Gefährlich ist das dennoch, auch wenn es harmlos klingt. Die Ärztezeitung nennt dazu ein Beispiel: “Wer eine Potenzpille nimmt und keine Wirkung spürt, nimmt beim nächsten Mal zwei. Wenn er dann mal zufällig richtig dosierte Pillen bekommt, nimmt er auch zu viel - und das ist nicht so ungefährlich.”
Mein Tipp: Wer dubiosen Werbeversprechen wie 5 kg abnehmen in einer Woche Glauben schenken mag, sollte vor dem Kauf im Internet nach herstellerunabhängigen Meinungen zur Wirkung des Mittels und zur Seriösität des Anbieters suchen.







