Nanopartikel im Essen
Montag, den 24. März 2008Künstliche Zusatzstoffe in unseren Lebensmitteln ist nichts Neues. Wir wissen über Süßstoffe Bescheid und über Gentechnik. Aber was bitte sind Nanopartikel und was haben die in unserem Essen zu suchen?
Nanopartikel sind etwa 50.000 Mal kleiner als der Durchmesser eines menschlichen Haares. Sie können leichter in Zellen, Gewebe und Organe eindringen und die Blut-Hirn-Schranke überwinden. Beispielsweise kann der sonst unbedenkliche Lebensmittelzusatz Titandioxid in Nanogröße die DNS sowie Zellfunktionen schädigen und so die Abwehrkräfte von Immunzellen beeinträchtigen.
“Weltweit sind schätzungsweise bereits bis zu 600 Lebensmittel mit Nanozusätzen auf dem Markt.”, sagt Wilfried Kühling, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland. “Weil es aber keine Kennzeichnungspflicht gibt, haben die Verbraucher kaum Chancen, die Aufnahme von Nanopartikeln zu vermeiden.”
Nanopartikeln werden z.B. bei Gemüsebrühen und Puderzucker eingesetzt, um die Rieseleigenschaften zu verbessern. Auch bei der Herstellung von Wurst, Backwaren und Erfrischungsgetränken werden Zusatzstoffe in Nanogröße eingesetzt.
“Die mithilfe der Nanotechnologie erzeugten neuen Stoffeigenschaften werden im Lebensmittelbereich bei immer mehr Produkten genutzt. Die möglichen Gefahren sind jedoch kaum untersucht. Der Gesetzgeber sieht bisher keinen Handlungsbedarf.”, so Patricia Cameron, Expertin für Nanotechnologie und Chemikalienpolitik. Und: “Wenn wir nicht wissen, wie groß die Gefahren sind, müssen solche Anwendungen untersagt und zuerst die Risiken umfassend untersucht werden.”
Quelle: presseportal.de/bund/
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland hat eine umfangreiche Studie “Aus dem Labor auf den Teller. Die Nutzung der Nanotechnologie im Lebensmittelsektor” zur Anwendung synthetischer Nanopartikel in Lebensmitteln durchgeführt. bund.net/nanotechnologie_lebensmittel_studie.pdf






