Einkaufen gefährdet die Gesundheit
Montag, den 20. Oktober 2008Ob Gammelfleisch, bestrahlte Lebensmittel, Gentechnik oder Nanopartikel - Negativschlagzeilen machen immer wieder die Runde.
Erst kürzlich erschreckten die Todesfälle in China in Zusammenhang mit Melamin in Milchprodukten. Aber das war ja weit genug weg, mag so mancher gedacht haben. Nun ist Melamin in Lebensmitteln auch im Saarland aufgetaucht, schreibt die Ärztezeitung. Auch in Bayern, Thüringen und Rheinland-Pfalz wurden belastete Produkte gefunden, meldet der Focus.
Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit deckt weitere Mängel auf. So enthalte Obstsalat Fäkalkeime, spanischer Schinken hat zu viele Insektizide, in Erfrischungsgetränken ist zu viel Benzol. Via Welt.de.
Auch Obst und Gemüse ist mit Rückständen von Pflanzenschutzmitteln belastet, schreibt die Süddeutsche. Selbst Bio-Produkte seien nicht sicher und könnten von Schimmelpilz befallen sein. Diese Aussage wird wiederum von Testschmecker.de kritisiert und als schlechter Journalismus abgetan.
Letztendlich wundern belastete Lebensmittel nicht, wenn Meldungen wie BASF leitet 200 kg Gift in den Rhein erscheinen. Auch wenn das Umweltministerium in diesem Fall eine akute Gefährdung des Trinkwassers ausschließt, muß dieses Chemikalie irgendwo mal abgebaut werden.
Ein ebenfalls schon lange bekanntes Problem sind die Transfettsäuren in Lebensmitteln, da diese für Herz- und Kreislaufkrankheiten mitverantwortlich sind. Kilo-leicht schreibt dazu, dass die Arbeitsgruppe Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz der SPD-Bundestagsfraktion ein Minimierungskonzept für Transfettsäuren fordert.
Obwohl 2007 nur 34 von 24.000 getesteten Lebensmitteln als gesundheitsgefährdend beanstandet worden sind (via ln-online), fordern 80 Prozent der Verbraucher ein besseres Prüfsystem für Lebensmittel.
Und ich geh nun einkaufen und hoffe, dass ich mir beim Verzehr der gekauften Lebensmittel nicht meine Gesundheit ruiniere. ![]()







